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Deminor untersucht aktuelle Entwicklungen bei Steinhoff International Holdings NV

Deminor untersucht aktuell die Betrugsvorwürfe und Unregelmäßigkeiten in der Buchführung bei Steinhoff Holdings NV und prüft Möglichkeiten, für Aktionäre und Halter von Anleihen, Schadensersatz für die entstandenen Verluste zu erhalten.

Steinhoff International Holdings NV ist ein südafrikanischer Einzelhändler mit mehr als 40 Marken in über 30 Ländern (z.B. Matress Firm in the USA, Poundland im Vereinigten Königreich und Conforama in Frankreich). Die Aktien sind in Johannesburg, Süd-Afrika und seit 2015 auch in Frankfurt gelistet. Der Aktienkurs ist seit dem 4. Dezember 2017 in Folge mehrerer Mitteilungen zu Buchführungsunregelmäßigkeiten um über 60% gefallen.

Steinhoff teilte dem Markt am 5. Dezember 2017 mit, dass sich die Veröffentlichung der auditierten Jahresabschlüsse wegen einer internen Untersuchung verzögern wird. Die Untersuchung bezieht sich auf die Werthaltigkeit bestimmter Wirtschaftsgüter außerhalb von Südafrika, deren Wert in der Bilanz mit rund 6 Milliarden EUR angesetzt wurde. Am 6. Dezember 2017 gab das Unternehmen bekannt, dass neue Informationen bekannt wurden, die eine weitere Untersuchung notwendig machen und dass das Unternehmen untersucht, ob die Jahresabschlüsse für vergangene Jahre korrigiert werden müssen. Unmittelbar nach der Ankündigung trat der Vorstandsvorsitzende, Herr Markus Jooste, mit unmittelbarer Wirkung zurück. Das Unternehmen gab in der Zwischenzeit bekannt, dass der Aufsichtsrat Price Waterhouse Coopers mit einer unabhängigen Untersuchung beauftragt hat. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit vehement jedweden Vorwürfen bezüglich Unregelmäßigkeiten in der Buchführung widersprochen.   

Nach diesen Mitteilungen stufte Moody die Kreditwürdigkeit von Steinhoff herab; der Preis der Anleihen fiel in Folge auf 60% des ursprünglichen Werts. Der Aktienkurs von Steinhoff fiel von mehr als 3 EUR vor den Mitteilungen auf 60 Cent am 7. Dezember 2017. In den drei Tagen nach der Mitteilung büßte das Unternehmen insgesamt 10 Milliarden EUR an Marktwert ein.

Deminor untersucht aktuell die Vorkommnisse und prüft alle Möglichkeiten für Aktionäre und Anleihenhalter, Schadensersatz für die Verluste zu erhalten. Deminor wird die Anleger zu gegebener Zeit über geplante Maßnahmen informieren.