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ISINS

DE0007664005 DE0007664039

Relevanter Zeitraum

01/05/2014 – 18/09/2015

Beginn

Oktober 2015

Kontaktperson

Fälle Volkswagen AG

Die Volkswagengruppe mit Sitz in Wolfsburg ist ein weltweit führender Automobilhersteller und der größte Autobauer in Europa. Die Aktien von Volkswagen werden hauptsächlich in Frankfurt gehandelt. Am 20. September 2015 hat Volkswagen zugegeben, dass in mehreren Modellen die seit 2009 in den USA verkauft wurden ein sogennantes „defeat device“ verbaut war. Zwei Tage später, am 22. September 2015, gab VW zu, dass die Motorsteuerungssoftware weltweit in rund 11 Millionen Autos verbaut wurde. In den zwei Tagen nach diesen Bekanntmachungen ist der Aktienkurs von VW um rund 30% gefallen. 

Am 16. September 2016 haben zwei Gruppe von Investoren beraten und unterstützt von Deminor Recovery Services Klage beim Landgericht Braunschweig gegen die Volkswagen AG eingereicht. Ziel der Klage ist es Schadensersatz für die im Zusammenhang mit „Dieselgate“ entstandenen Verluste zu erhalten. Die beiden Verfahren sind vor dem Landgericht Braunschweig anhängig.

Gerichtsakten und andere von US-Behörden veröffentlichte Dokumente belegen, dass VW bereits seit Mitte des Jahres 2014 von den Untersuchungen Kenntnis hatte und dass das Unternehmen die Verstöße gegenüber US-amerikanischen Behörden bereits am 3. September 2015 zugegeben hatte. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass der VW Vorstand bereits vor der ad-hoc Mittteilung vom 20. September 2015 Kenntnis von dem Einsatz des „defeat devices“ hatte. 

Deminor hat in Namen von Anlegern zwei Klagen eingereicht: Eine Klage in Namen von über 200 Investmentfonds und eine weitere im Namen von privaten Anlegern. Gemeinsam haben die Anleger im Zusammenhang mit “Dieselgate“ und den fallenden Aktienkursen Schadensersatz in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro erlitten. Die genaue Höhe der Verluste für die Schadensersatz geltend gemacht wird, wird im Laufe des Verfahrens bestimmt, wenn weitere Einzelheiten der Ereignisse bekannt werden und unter Berücksichtigung der rechtlichen Einschätzung durch das Gerichts.

Eines der Verfahren das von Deminor für eine Gruppe von Investoren angestrengt wird, wurde bereits im Rahmen des Kapitalanleger-Musterverfahrens (KapMuG) vor dem Oberlandesgericht Braunschweig ausgesetzt. Wir erwarten, dass auch das zweite Verfahren in kurzer Zeit ausgesetzt wird. Neben den beiden Klageverfahren hat Deminor Ansprüche einer Vielzahl von Anlegern zum Musterverfahren angemeldet. Am 8. September 2017 ist die sechs Monatsfrist zur Anmeldung von Ansprüchen in KapMuG-Verfahren abgelaufen.