Kartellverfahren

LKW-Kartell

Unternehmen

Volvo, DAF, Daimler, Fiat, Iveco, MAN, Renault, Scania

Relevanter Zeitraum

01/01/1997 – 31/01/2011

Anmeldeschluss

30/09/2019

Fälle LKW-Kartell

Deminor bietet allen Käufern und Leasingnehmern von mittelschweren (Gewicht zwischen 6 und 16 Tonnen) und schweren LKWs (Gewicht mehr als 16 Tonnen) an, erlittene Verluste im Rahmen einer Schadensersatzklage gegen die Mitglieder des  Kartells durchzusetzen.

Am 19. Juli 2016 hat die Europäische Kommission mitgeteilt, dass MAN, Volvo/Renault, Daimler, Iveco und DAF gegen EU-Kartellvorschriften verstoßen haben. Diese LKW-Hersteller haben über einen Zeitraum von 14 Jahren (von 1997 bis 2011), die Brutto-Listenpreise koordiniert und die Kosten für die Einhaltung strengerer Emissionsvorschriften an die Kunden weitergegeben. Die Hersteller haben ihre Beteiligung am Kartell eingeräumt und haben einem Vergleich mit der Kommission zugestimmt. Die Kommission verhängte in Folge eine Rekordstrafe von 2,93 Milliarden Euro. 

Im Jahr 2011 hatte die EU-Kommission eine Untersuchung gegen verschiedene LKW Hersteller, einschließlich Scania, wegen Verdachts auf Verstoß gegen EU-Kartellvorschriften eingeleitet. Im Gegensatz zu den anderen fünf LKW-Herstellern wollte Scania aber nicht an einem Vergleich mit der EU-Kommission teilnehmen. Am 27. September 2017 verhängte die EU-Kommission gegen Scania aufgrund der Beteiligung an dem Kartell eine Geldstrafe von 880 Millionen EUR.

Deminor unterstützt Unternehmen, die mittlere und / oder schwere LKWs von diesen Herstellern zwischen 1997 und 2011 gekauft oder geleast haben, bei der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen das Kartell.  

Die Europäische Kommission hat in ihrer Pressemitteilung ausdrücklich erklärt, dass alle Personen und Unternehmen, die durch das beschriebene wettbewerbswidrige Verhalten geschädigt wurden, vor den Gerichten der Mitgliedstaaten auf Schadensersatz klagen können.